Deutschland Favorit beim wohl letzten Confed Cup

Unumstritten ist der FIFA-Konföderationen-Cup nicht. Mittlerweile blickt die Generalprobe für die Weltmeisterschaft jedoch auf eine bereits 25-jährige Geschichte zurück. Bei der diesjährigen Ausgabe in Russland gilt Weltmeister Deutschland als heißester Titelanwärter.

Seit 1997 wird der Confed Cup von der FIFA ausgetragen und ist Nachfolger des König-Fahd-Pokals, der 1992 und 1995 stattfand. Bis 2005 fand das Turnier alle zwei Jahre statt, seitdem alle vier Jahre, immer ein Jahr vor der Weltmeisterschaft. Seit 2001 Japan und Südkorea zu den Ausrichtern ernannt wurden, ist immer das Gastgeberland der folgenden WM statt auch Gastgeber des Confed Cups. So stellt er quasi einen Testlauf für die Organisation der Weltmeisterschaft dar.

Wer ist dabei?

Qualifiziert sind die sechs Sieger der kontinentalen Wettbewerbe, sowie der Gastgeber und der amtierende Weltmeister. Für Europa geht somit Portugal als amtierender Europameister an den Start, Südamerika wird durch Chile, den Sieger der Copa América vertreten und Kamerun nimmt als Gewinner des diesjährigen Afrika-Cups teil. Die weiteren Teilnehmer sind Neuseeland (Ozeanienmeister 2016), Australien (Asienmeister 2016) und Mexiko (Concacaf-Cup-Sieger 2015). Dazu kommen Gastgeber Russland und Weltmeister Deutschland.

Die deutsche Bilanz

Die DFB-Elf hat die Chance, in diesem Jahr die Confed-Cup-Bilanz zu verbessern. Erst zwei Teilnahmen stehen zu Buche: 1999 und 2005. 1999 scheiterte Deutschland bereits in der Vorrunde an Brasilien und den USA. Lediglich Neuseeland konnte das Team von Erich Ribbeck besiegen, im entscheidenden Spiel gegen die USA setzte es dagegen eine schmerzhafte Niederlage für das Team um Nationalteam-Eintagsfliegen wie Horst Heldt, Ronald Maul und Heiko Gerber. 2005 lief es schon besser, bei der Generalprobe für die Heim-WM konnte Jürgen Klinsmann mit seiner Mannschaft einen respektablen dritten Rang erkämpfen.

Die Favoriten

Blickt man auf die Kader der Teilnehmer, dürfte Chile wohl als größter Favorit auf den Titel gelten. Der Südamerika-Meister reist mit all seinen großen Stars an und gilt als besonders eingespielt. DFB-Coach Joachim Löw hingegen gönnt seinen Topspielern eine Auszeit und schickt ein junges Team mit einigen Neulingen in den Wettbewerb. Bei den Buchmachern steht der Weltmeister dennoch ganz oben auf der Liste: Beim Anbieter bwin beispielsweise wird Deutschland gleichauf mit Portugal als erster Titelanwärter geführt (Quote 3,5). Erst danach, wenn auch knapp, folgt Chile (3,5). Klarer Außenseiter ist hingegen Neuseeland mit einer Quote von 501. Für mutige Tipper vielleicht eine attraktive Ausgangsposition, zumal es bei bwin dank der momentanen Neukunden-Aktion den Einsatz zurück gibt, sollte die erste Wette verloren gehen.

Das Turnier in Russland dürfte übrigens die letzte Ausgabe des Confed Cups sein. Die Abschaffung des stets umstrittenen Turniers gilt als äußerst wahrscheinlich.

Foto: Steindy / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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