Bundesliga: Welchem Trainer glückt das Debüt?

SV Darmstadt 98 und Borussia Mönchengladbach treffen am ersten Bundesliga-Spieltag des neuen Jahres aufeinander. Mit dabei sind auch zwei neue Gesichter an der Seitenlinie: Dieter Hecking und Torsten Frings leiten nun das Training der jeweiligen Clubs und wollen direkt ein Erfolgserlebnis einfahren.

Die aktuelle Bundesliga-Saison ist auch eine Saison der Trainerentlassungen: Sieben Vereine wechselten bereits ihren Übungsleiter, zuletzt Darmstadt und Mönchengladbach. Nun treffen beide Teams direkt nach der Winterpause aufeinander und wollen mit neuem Cheftrainer aus dem Leistungstal der Hinrunde hinausfinden.

Darmstadt abgeschlagen, Mönchengladbach enttäuschend

Nach dem letztjährigen Sensationsklassenerhalt sind die Lilien diese Saison auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. Acht Punkte nach 16 Spielen bedeuten bereits ebenfalls acht Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Norbert Meier konnte die erfolgreiche Arbeit von Dirk Schuster ebenso wenig fortsetzen wie der Interimstrainer Ramon Berndroth. Nun soll Torsten Frings bei seiner ersten Anstellung als Cheftrainer der Mannschaft wieder den Biss einimpfen, den sie braucht, um in Deutschlands Eliteklasse zu überstehen.

In Mönchengladbach war kurz vor Weihnachten für André Schubert Schluss. Letztes Jahr führte er die Borussia noch in die Champions League, dieses Jahr läuft in der Liga wenig zusammen. Platz 14 und nur drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, das ist zu wenig für die Ansprüche am Niederrhein. Mit Dieter Hecking kommt nun die geballte Erfahrung von 332 Bundesliga-Partien als Trainer und mit ihm die Hoffnung, dass es in dieser Saison noch deutlich höher geht.

Nur Siege helfen

Ein Unentschieden wäre für beide Mannschaften keine große Hilfe. Mönchengladbach braucht dringend drei Punkte, wenn sie noch mal am europäischen Wettbewerb schnuppern wollen. Und Darmstadt muss gegen die direkte Konkurrenz der unteren Tabellenhälfte zu Hause schleunigst den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze verringern, sonst sinkt bald das Selbstvertrauen innerhalb des Teams. Nur wirklich zugetraut wird das den Lilien nicht. Vertraut man den Buchmachern, ist Darmstadt sogar großer Außenseiter. Zum Beispiel beim Sportwettenanbieter bwin liegt die Quote auf einen Debütsieg von Frings bei 4,1, wogegen ein Gladbacher Sieg mit einer Quote von 1,85 als deutlich wahrscheinlicher eingestuft wird. Darmstadt-Fans und Risikofreudige darf das trotzdem neugierig machen, zumal es bei der aktuellen Bonus-Aktion für Neukunden von bwin im Fall einer verlorenen Wette das Geld zurück gibt.

Testspiele eher enttäuschend

Bei beiden Teams liefen die Vorbereitungsspiele nicht optimal. Nachdem Mönchengladbach mit Siegen über Würzburg und Zulte-Waregem in die Vorbereitung startete, setzte es im Anschluss Niederlagen gegen Ligakonkurrent Mainz und den Lokalrivalen Fortuna Düsseldorf. Bei Darmstadt folgte auf den glücklichen Sieg gegen Preußen Münster eine Niederlage gegen KRC Genk, sowie ein knapper Erfolg über Zweitligist VFL Bochum. Richtig Euphorie ist unter den neuen Trainern noch nicht aufgekommen, das kann sich aber am Wochenende ganz schnell ändern.

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